
Was ist Line Dance?
Beim Line Dance werden Choreografien eingeübt, die zu einem bestimmten Musiktitel getanzt werden.
Bei dieser Tanzart findet man Schritte und Kombinationen aus vielen anderen Tanzformen,
wie z.B. Standard, Latein, Irish Dance, Jazz Dance, Step Dance, Ballett ....
Der große Vorteil beim Line Dance - man benötigt keine/n Partner/in.
So tanzt man zwar für sich, aber niemals alleine.
Line Dance
* ist gesund für Herz & Kreislauf - Ausdauertraining
* fördert die Balance - Sturzprofilaxe
* schult die Reaktionsfähigkeit - nicht nur hilfreich im Straßenverkehr
* fördert die Orientierungsfähigkeit
* steigert die Lebensfreude - Bewegung zur Musik
* unterstürzt die soziale Integration durch das Training in der Gruppe
Gesundheit
Die korrekte Ausführung - wie bei allen anderen Sportarten auch - ist dabei sehr wichtig.
Richtig ausgeführt ist Line Dance ein tolles ganzheitliches Trainingsprogramm -
für jedes Alter eine wunderbare Alternative zu der "normalen Gymnastikstunde".
Die Gesundheit unserer Tänzer*Innen liegt uns sehr am Herzen. Aus diesem Grund haben alle unsere Übungsleiterinnen Trainerscheine vom Württembergischen Landessportbund und nehmen regelmäßig an Fortbildungen
der NTA (National Teachers Association für Country Western Tanzen), WLSB und anderen Organisationen teil.
Auch die Trainerassistenten bilden sich regelmäßig bei der NTA weiter..
Die NTA steht allen interessierten Tänzer*Innen und Übungsleiter*Innen offen.
Wer also Lust hast, sich ein bisschen mehr mit dem Thema „gesundes Tanzen“ zu beschäftigen, sollte einfach mal auf dieser Homepage vorbei schauen www.nta-deutschland.com
Line Dance - eine Tanzform mit Geschichte
Line Dance ist eine Tanzform, die aus Amerika stammt.
In seiner heutigen Form entwickelte sich dieser Tanz in der Mitte des 20. Jahrhunderts aus dem Show- und Discotanz.
Durch die Fernsehsendung „American Band Stand“ in den USA, bei der wöchentlich ein neuer Tanz unterrichtet wurde, gewann Line Dance enorm an Popularität.
Zeitzeugenbericht von Kelly Gellette (Las Vegas, USA, 1922–2021)
Kelly Gellette war Präsidentin der NTA und eine prägende Persönlichkeit des Tanzsports.
Sie begann bereits mit drei Jahren Ballett zu tanzen und widmete ihr gesamtes Leben dem Tanz.
Unter anderem leitete sie gemeinsam mit ihrem Mann ein „Arthur Murray’s“ Tanzstudio.
Kelly war maßgeblich an der Entstehung der heutigen Form des Line Dance beteiligt – und erlebte diese Entwicklung hautnah.
Wie alles begann
Alles startete 1980 mit dem Film Urban Cowboy mit John Travolta. In jeder Bar in Texas lief Countrymusik, und es gab kleine Tanzflächen. Viele Honky Tonks – oft kaum größer als eine Garage – wurden immer beliebter. Auf der einen Seite befand sich die Bar, auf der anderen Stühle und Tische. Der Zementboden war mit Sägemehl bestreut, damit man besser tanzen konnte, ohne auszurutschen.
Da viele dieser Clubs keine Alkohollizenz hatten, brachte man seinen eigenen Alkohol mit. Deshalb legte der Herr beim Paartanzen den rechten Arm über die Schulter der Dame – um seine mitgebrachte Flasche zu halten. Die „Two Steppers“ machten zu dieser Zeit keine Drehungen, sondern bewegten sich vorwärts und rückwärts über die Tanzfläche.
Die Entwicklung der Tanzszene
Später eröffneten große Tanzclubs mit Alkohollizenz und ordentlichen Tanzflächen. Der bekannteste war das legendäre "Gilley’s". Jimmie Ruth White tourte mit "Hoctor’s Dance Caravan" und gehörte zu den ersten Tanzlehrern, die Country-Western-Tänze einführten. Mike Haley und Kelly Gellette schlossen sich zusammen, um diese Tänze bei der Tanzkarawane zu lernen.
In diesen Clubs unterrichteten Tanzlehrer erste Line Dances und den Two Step. Der ursprüngliche Two Step war bereits in den 1890er- und 1900er-Jahren beliebt – ein Tanz mit Triple Steps, ähnlich der Polka. Square Dancers nutzen ihn bis heute und nennen ihn „Progressive Two Step“.
Der heutige Two Step entwickelte sich aus dem Standard Foxtrott, Arthur Murrays „Magic Step Silver Continuity Style“. Ursprünglich zählte man slow, slow, quick, quick – diese Variante ist in Teilen von Texas noch verbreitet. Später änderten Tänzer*innen aus Kalifornien die Zählweise in quick, quick, slow, slow, die heute am bekanntesten ist.
Die Gründung der NTA
Viele Tanzlehrer wussten damals nur wenig über Country-Western-Tanzen. Um die Ausbildung zu verbessern, gründete C.W. Parker 1980 die National Teachers Association (NTA).
Er war Präsident, Dave Getty Vizepräsident, Mike Haley Schatzmeister, Kelly Gellette Sekretärin und Newsletter-Redakteurin.
Die NTA bot schon damals Handbücher, Terminologie-Hefte und Workshops an, um Tänzerinnen und Lehrerinnen weiterzubilden und so bessere Lehrer und Tänzer hervorzubringen.
Line Dance in Deutschland
Zur Verbreitung des Line Dance in Deutschland trugen auch die amerikanischen Soldaten bei, die hier stationiert waren. In der Nähe von Stuttgart gab es das „Longhorn“ – einen der größten öffentlich zugänglichen Country-Saloons außerhalb Amerikas. Dort wurde Line Dance und Couple Dance (Paartanz im Country-Western-Stil) unterrichtet und getanzt – unter der Woche zu Musik von der Schallplatte, am Wochenende oft zu Live-Bands.
Von Country bis Pop – grenzenlose Vielfalt
Wie eingangs beschrieben, verbreitete sich Line Dance zunächst in Verbindung mit Countrymusik.
Heute wird Line Dance zu nahezu jeder Musik getanzt – der Auswahl sind keine Grenzen gesetzt:
Country, Pop, Rock, Hip-Hop, Irisch, Schlager, Oldies oder Volksmusik – jede*r findet „seine Musik“.
Neben der musikalischen Vielfalt vereint Line Dance Elemente aus zahlreichen Tanzarten:
Standard & Latein
Jazz Dance
Irish Step
Bauchtanz
Breakdance
… und vieles mehr.
Welche Elemente im Vordergrund stehen, hängt vom Geschmack und Level der Tänzer*innen sowie vom Übungsleiter ab.
Anerkannte Sportart seit 2002
Seit 2002 ist Country-Western-Tanzen (Line, Team & Couple Dance) in Deutschland eine anerkannte Sportart.
